Entspannung gegen Schwitzen

Stress als Ursache krankhaften Schwitzens

Im Zusammenhang mit der psychosomatischen Struktur der Hyperhidrosis wird deutlich, daß die menschliche Seele und der Körper eine untrennbare Einheit verkörpern. Eine einseitige Beurteilung des Phänomens Hyperhidrosis würde demzufolge einem diagnostischen Trugschluß gleichkommen.

Grundsätzlich sollte daher zur Beurteilung und Würdigung einer Krankheit sowohl die psychische wie auch die physische Konstitution des Betroffenen herangezogen werden. In diesem Kontext wurde auch eindringlich darauf hingewiesen, daß seelische Faktoren, die von Betroffenen  mit individuell unterschiedlicher Belastungsqualität und -quantität erfahren werden, als ursächlich für eine Anomalie der Schweißdrüsenfunktion gelten können. Diese Gesetzmäßigkeit läßt umgekehrt aber auch den Schluß zu, daß positiv - seelische und somit stärkende Einflüsse einen heilsamen Effekt auslösen können.


 

Exakt diese Wirkung ist Grundlage vieler Entspannungstherapien. Hier wird über die Beeinflussung des Körpers auch die Psyche des Menschen angesprochen. Körperliche Entspannung und Ruhe hat  somit auch eine seelische Entspannung und Stabilität zur Folge. Gleichsam wie psychische Belastungsfaktoren negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus ausüben und insbesondere körperliche Verkrampfungen hervorrufen können, aktivieren und fördern  physische Entspannungseinflüsse die seelische Gesundung in spiegelbildlicher Art und Weise.

Da die veranschaulichten Beziehungen und Gesetzmäßigkeiten der Psychosomatik auch auf das Krankheitsbild einer Hyperhidrosis übertragen werden können, sind solche Entspannungsverfahren  als begleitende Behandlung zur Linderung einer abnormalen Schweißsekretion durchaus indiziert.

Entspannung als Begleitfaktor im Therapieprozess Hyperhidrosis


Derartige Anwendungen verfügen nachweislich über eine  therapeutische Stützfunktion, als alleinige und ausschließliche Therapie der Hyperhidrosis bleiben diese Verfahren aber zumeist von eingeschränkter und nur geringfügiger Wirkung.

Der große Vorteil dieser Behandlungsarten ist die Simplizität ihrer  Durchführung und die Tatsache, daß unangenehme Nebenwirkungen, wie diese ja bei medikamentösen Behandlungen zuhauf angezeigt sind, nahezu ausgeschlossen sind. 

Diese Entspannungstherapien werden in sehr vielseitigen Formen  angeboten, deren Wirkungen aber stets auf das Wechselspiel zwischen menschlicher Psyche und Physis basieren.

Zu den bekanntesten Relaxverfahren zählen Therapien wie die:

  • Bioenergetik
  • progressive Muskelentspannung
  • Yoga oder das
  • Entspannung nach Jacobsen
  • Autogene Training

Letztere Methodik wird  nachfolgend ausführlicher und in der Funktion als repräsentativ für alle anderen Entspannungsübungen vorgestellt.