Einleitung

Als Autor des Buches „Hilfe, ich schwitze“![1] habe ich die Ursachen, Phänomene und Therapien des krankhaften Schwitzens dargestellt. Das wissenschaftlich anerkannte und als Hyperhidrosis[2] definierte Krankheitsbild umfasst die quantitativ vermehrte Schweißbildung, die generalisiert oder lokal auftreten und bei Betroffenen zu erheblichen sozialen und beruflichen Einschränkungen führen kann. Nicht selten wird über eine Minderung der Lebensqualität als Krankheitsfolge geklagt. Schwitzen ist für eine Vielzahl Betroffener weit mehr als nur eine lästige Begleiterscheinung. Die häufig gehörte Bemerkung: „Schwitzen ist doch die natürlichste Sache der Welt“, klingt in den Ohren Schweißgeplagter wie Hohn.

Es steht außer Frage, dass es sich bei der physiologischen Transpiration um einen nützlichen und lebensnotwendigen Prozess handelt. Dennoch ist die Funktion der Schweißdrüsen bei vielen Menschen gestört. Diese Menschen schwitzen übermäßig stark, oftmals in einem unverkennbar krankhaften Ausmaß.

Eine Einteilung störenden oder krankhaften Schwitzens erfolgt grundsätzlich nach Ursache und Ausbreitung. Am häufigsten tritt ein lokales Schwitzen ohne zugrunde liegende körperliche Erkrankung auf. Die in diesem Ratgeber beschriebenen Antitranspirante setzten genau bei dieser Form des Schwitzens wirkungsintensiv und in therapeutischer Breite an.

Zunächst muss zwischen Deodorant und Antitranspirant unterschiedenen werden, um begriffliche Irrtümer auszuschließen. Weiterhin geht es um die Frage der Indikation von Antitranspiranten sowie um speziell zu berücksichtigende Anwendungsvorschriften. Denn nur bei zutreffender Indikation und bei Einhaltung der Gebrauchsregeln kann das hohe Wirkungspotential eines Antitranspirants ausgeschöpft werden. Weiter werden die unterschiedlichen Applikationsformen der Produkte vorgestellt. Vor- und Nachteile verschiedener Anwendungsformen werden diskutiert. Ein Vergleich der Apotheken-Rezepturen sowie der fertigen Industrieprodukte schließt sich an.



[1]  „Hilfe, ich schwitze!“ Ursachen – Phänomene – Therapien, 3. akt. Auflage, ISBN 978-3898112673.

[2]  Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme ICD 10 R.61 – R.61.9.