Klimakterisches Schwitzen

Hyperhidrosis facialis - übermäßiges Schwitzen im Gesichtsbereich

Hitzewallungen und Schweißausbrüche im Klimakterium

Klimakterisches Schwitzen - Hyperhidrosis in den Wechseljahren
Klimakterische Hyperhidrosis - Schwitzen in den Wechseljahren
Bei dieser Sonderform des Schwitzens handelt es sich um ein temporäres Beschwerdebild, gekennzeichnet von häufigen Hitzewallungen und ausbruchsartigen Schweißläufen währende des Klimakteriums der Frau. Nicht zu verwechseln ist diese Schwitzstörung mit dem klimatischen (vs. klimakterisch) oder thermoregulatorischen Schwitzen.

Das Klimakterium umfasst grundsätzlich den Zeitraum der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause. Das bekannte und für den Menstruationszyklus verantwortliche Hormon Östrogen wird gemindert, der Hormonspiegel sinkt in diesem Lebensabschnitt drastisch.

Schwitzen als Folge der Hormonumstellung

Begrifflich hat sich für das Klimakterium die gebräuchliche und vereinfachte Bezeichnung Wechseljahre etabliert. Wie die Pubertätsphase mit hormonellen Umstellungen sowie besonderen Formen des Schwitzens einhergeht, so ist auch die Phase der Wechseljahren als natürliche Zäsur in der Biographie der Frau mit hormonellen Umstellungen und spezifischen Schwitzphänomenen einhergehend.

Hitzewallungen - nasses Haar und Schlaflosigkeit

Es ist keine Krankheit mit Behandlungsnotwendigkeit sondern eine Phase mit temporär begleitetem Beschwerdebild. Allerdings sind die Begleitsymptome sehr individuell und in der Schwere und Intensität unterschiedlich. Die Symptome werden meist unter klimakterisches Syndrom begrifflich subsumiert. Schwitzen und Hitzeempfindungen sind hierbei nur einige Begleitsymptome. Auch nächtliche Hitzewallungen (vgl. Nachtschweiß), einhergehend mit Schlafstörungen und Unterbrechungen können Missempfindungen und psychische Veränderungen zur Folge haben.
 

Heftige Schweißattacken, lokal an Händen, Füßen oder unter den Achseln können auftreten, gleichsam wie abtropfende Schweißausbrüche am Kopf mit nassem Kopfhaar und geröteter Haut. Wallungen mit Hitzeempfindungen stellen sich meist urplötzliche ein und klingen dann wieder nach der Phase der Eskalation ab.

Die typischen Hitzewallungen sind anfallsweise auf- oder absteigende Wärmewellen ("hot flushes"), die vom Hals, Kopf oder von der Brust ausgehen. Gleichzeitig erröten die betroffenen Personen und nicht selten erhöht sich die Herzfrequenz. Erstes Anzeichen einer nahenden Hitzewallung ist meist ein Druckgefühl im Kopf und ein unbehagliches Gefühl. Die eigentliche Hitzewelle verläuft dann meist vom Gesicht, Hals oder Oberkörper "wellenförmig" ausstrahlend. Nach der Hitzewallung, die im Durchschnitt zwei bis drei Minuten dauern kann, folgt unmittelbar ein Schweißausbruch in den betroffenen Körperregionen.

Pflanzenextrakte bringen Schweißlinderung

Gelindert werden können diese Phasen der Hypersekretion analog den den natürlichen und milden Therapieverfahren einer Hyperhidrosis mit Pflanzenpräparaten (Salbei als Tee oder Tablette vgl. natürliche Hilfsmittel gegen Schwitzen). Da es sich bei den Symptomen des klimakterischen Schwitzens um psychovegetative und vasomotorische Störungen handelt, können auch Entspannungstechniken wesentlich lindernd wirken. In ganz hartnäckigen Fällen rät der Mediziner (im Idealfall ein Gynäkologe/in) auch zu einer nicht selten mit Nebenwirkungen einhergehenden Hormonsubstitution.