Phänomen Nachschwitzen

von Dietmar Stattkus (Kommentare: 5)

Phänomen Nachschwitzen - wenn die Schweißperlen nachkullern

Wer kennt dieses Phänomen nicht? Nach sportlicher Anstrengung wie Laufen, Marathon, Fitnessstudio, Mannschaftssport wie Handball, Fußball oder Hockey ist man ausgepowert und grundlegend durchgeschwitzt. Eigentlich befindet man sich in dem Glauben: "da kann jetzt ja gar kein Schweiß mehr nachrinnen". Dennoch muss man sich nicht selten von seinem Körper eines Besseren belehren lassen. Wenn man nach derartigen Anstrengungen keine ausreichende Nachschwitzphase einhält, zu schnell unter die Dusche springt oder sogar unter Zeitdruck und Hektik steht, dann setzt das sekundäre Schwitzen ein, das vielfach unerwünschte Nachschwitzen.

Stress, Hektik und Zeitdruck fördern intensives Nachschwitzen

Nicht selten hat man sich geduscht, sich umgekleidet, die Haare bereits geföhnt, doch nach nur wenigen Augenblicken wird man von Schweißausbrüchen heimgesucht, die einen ein "zweites Mal duschen lassen".

Grund hierfür ist die Tatsache, dass der Körper nach den Phasen der Anspannung mit höherer Kerntemperatur noch nicht zu seiner Normtemperatur zurückgelangt ist. Und dies heißt nichts anderes, als das der Organismus sich selbst abkühlt, eben durch die Absonderung des Schweißes. Dieser Prozess ist natürlich individuell und auch von Faktoren wie der Intensität der Anstrengung oder externen Faktoren wie Außentemperatur oder Luftfeuchtigkeit abhängig.

Einhaltung einer Ruhe- und Ausschwitzphase

Der Organismus muss nach einer Anstrengungsphase mit hohem Schweißfluss zunächst einmal in eine Ruhephase übergehen, er muss sich adaptieren. Dies halten aber viele Sportler nicht ein, springen sofort nach dem Sport unter die Dusche und kleiden sich zu schnell um.

Es gilt somit der Grundsatz eine Abkühlungsphase einzuhalten, in Ruhe abzuschwitzen und den Stoffwechsel runterzufahren, denn solange der Körper noch Kühlung benötigt, schwitzt er nach.  

Das Phänomen Nachschwitzen ist somit völlig unbedenklich und körperlich zur Balancehaltung wünschenswert und effektiv. Schwitzt der Eine halt mehr nach als der Andere, so ist auch dies wiederum nur ein Indiz für die Individualität des Wärme- und somit Schwitzkreislaufes.  

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Kommentar vonSweatHunter

Wie lange braucht die Einhaltung einer Ruhe- und Ausschwitzphase?

Würden 15 min. ausreichen?

Lg Rob

Antwort von Dietmar Stattkus

Hallo SweatHunter,

Das lässt sich pauschal so nicht beantworten. Die Frage der Ruhephase ist von individuellen Faktoren abhängig und insbesondere auch von der körperliche Konstitution eines Betroffenen. Insofern gilt es hier, sein persönliches Ruhepensum auszuloten. Der ene benötigt halt nur wenige Minuten, ein anderer hingegen weitaus mehr Zeit, um seinen Ornaismus zu regenerieren und dem Nachschwitzen vorzubeugen.

Kommentar vonMarie

Vielen Dank für diesen Beitrag. Bei mir ist das komischerweise mir beim laufen und darin bin ich am schlechtesten.

Kommentar vonPeter

Ich habe dieses Phänomen nach jedem Training, auch wenn ich sogar 30min mit dem Duschen warte. Ich habe auch schon 1h gewartet aber es passiert immernoch. Ich bin zum Teil pflotschnass und schwitze fast gleich viel, wie im Training. Ist das normal?

LG Peter

Kommentar vonFlo

Hallo....hab das selbe Problem. Nach dem training im fitnesstudio schwitze ich bis in die nacht hinein und habe auch einen sehr oberflachlichen schlaf. Mach mir schon langsam sorgen.

Kommentar vonJosefine Kußberger

Ich nahm bei 24h Bayern Wandern teil (76km) und schwitze extrem viel beim Schlafen. Also ist mein Körper immenoch überhitzt und senkt so die Kerntemperatur?