Schwitzen OP-Reportage Dr. Schick

von Dietmar Stattkus (Kommentare: 3)

Hyperhidrosis Deutsches Hyperhidrosis Zentrum München PD Dr. Christoph Schick

RTL2 "Praxis Extrem" über die Behandlung der Hyperhidrosis - extremes Händeschwitzen und Achselschweiß

Objektiv, sachlich und nützlich. So kann man durchaus den Filmbeitrag auf RTL 2 beschreiben, der die Therapie des krankhaften Schwitzens thematisierte.

Der sich für den Filmbeitrag mutig zur Verfügung gestellte Betroffene, ein Hyperhidrotiker, der an axillarer und palmaer Hyperhidrosis litt, wurde von einem Filmteam auf seiner Behandlungsodysse begleitet.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Reportagen verlief diese Darstellung doch erstaunlich unvoreingenommen und objektiv, ja teilweis sogar mit Wegweisung der Idealkonstellation für Behandlung und Ärztekonsultation bei Vorliegen einer krankhaften Schwitzstörung.

Ängste und Minderwertigkeiten bei Hyperhidrotikern

Zunächst wurde die psychologische Belastung des Betroffenen mit all seinen Ängsten und Minderwertigkeiten herausgestellt. So in etwa die Angst Gegenstände mit nassen Händen anzufassen oder aber der beschwerliche Weg beim Einkauf von Bekleidung, die ja bekantlich bei Achselschwitzern weit und dunkel sein muss, um Schweißflecken möglichst kaschieren zu können. 

Kompetenter Hauswarzt mit Wissen um das krankhafte Schwitzen

Zunächst begab sich der Betroffene dann in die Hände einer Allgemeinmedizinerin, was schon erstaunlich ist. Im Beitrag war diese Ärztin mit fundiertem Wissen um das Problem Schwitzen und Hyperhidrosis bedacht, sicherlich in realo eher ein Einzelfall.
Dort in kompetenten Händen wurde eine Hyperhidrosis auf Basis von Testergebnissen (Minor Schweißtest und Schweißgewichtstest) diganostiziert. Macht in der Regel auch kaum ein Allgemeinmediziner.

Hyperhidrosis Spezialinstitut und Klinik PD Dr. Schick in München

Nach Diganose und Aufklärung wurde der Patient dann in die Hände des Chirurgen Dr. Christoph Schick an eine Hyperhidrosis - Institut mit angeschlossener Spezialklinik nach München überwiesen.
Dort wurde sodann der Stärkegrad der Schwitzerkrankung beim Betroffenen, im vorliegenden Fall als extrem bzw. Stärkegrad III., klassifiziert.

Neurophysiologischer Hyperhidrosis - Test

Der Patient wurde sodann einem 30minütigen neurophysiologischen Test unterzogen. Bei diesem Verfahren wurde bewußt das Schwitzen provoziert, um die Sekretionsschnelle bzw. das Reiz-Antwort-Verhalten des Schwitzkreislaufes exakt auszuloten. Das Testverfahren erfolgte an Händen, Füßen und an der Stirn. Zur Provokation der Transpiration wurde der Proband so z.B. hohen Temperaturen ausgesetzt (Heizung, Wasser).

Behandlungsoptionen des Schwitzens bis zur Operation

Entgegen sonstiger Berichterstattungen hat Dr. Schick dem Patienten dann zunächst die Behandlung des axillaren Schwitzens mit Alluminiumchloridlösung sowie des Handschwitzens mit der Stromtherapie Iontophores empfohlen.
Da der Betroffene selbst jedoch eine für seine Verhältnisse spontane Lösung suchte, entschloss er sich schließlich zu der Radikalmaßnahme einer Operation am überaktiven Sympathicusnerv, der die exzessive Schweißsekretion verursacht.
In diesem 30minütigen minimalinvasiven Eingriff wurde von Dr. Schick der schweißauslösende Nerv blockiert. Die OP verlief an der Rückwand der Brusthöhle, dort wo der Nervenstrang verläuft. Ca. 2 mm große Klammern wurden auf den Nerv nach dessen Freilegung aufgeklemmt und der Impuls zur Sekretionsstimulation somit unterbrochen.
Der Betroffene zeigt sich mit dem Operationsergebnis mehr als zufrieden.


Idealerweise wurde er bei seiner Hausärztin in der Operationsfolge kontrolliert, die Schweißreduktion bedingt durch den Eingriff wurde messdiagnostisch bestätigt.

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Kommentar vonWillms Jürgen

Ich wurde im Jahr 2000 von Dr. Schick in Erlangen operiert: Hyperhidrosis an den Händen.Ich bereue diesen Eingriff jeden Tag...Mein Leben ist besonders im Sommer, auch bei nur 20 Grad unerträglich geworden. Ich wurde zwar auf das kompensatorische Schwitzen im Brustbereich hingewiesen, aber nicht, dass ich seitdem von den Brustwarzen bis in die Zehenspitzen RUNDUM am ganzen Körper unerträglich schwitze. Ich kann keinen Sport mehr machen, niemanden mehr umarmen, weil meine Kleidung immer völlig nass ist. Aus dem Haus gehen geht nur in schwarzer Kleidung, sonst dreht sich jeder auf der Straße nach mir um und lacht. Ich könnte noch 100 andere Dinge nennen, die mein "Leben" seit dem unerträglich machen, aber mir wird dabei übel...Das meine Ehe das nicht ausgehalten hat ist ja klar! Meine Hände sind übrigens auch wieder feucht.....Danke Dr. Schick...Und das Sie sich für mein scheiß Leben, dass Sie mir mit Ihrer ärztlichen "Kunst" zugefügt haben, nicht weiter interessiert haben, spricht für sich. DANKE nochmals!

Kommentar vonWolfgang

Hallo Herr Willms,

bin ebenfalls von der Probleamtik betroffen und hab gute Erfahrungen gemacht, eher durch Zufall, im Rahmen einer Therapie gegen Bluthochdruck; hier scheinen die Kalziumkanalblocker eine Option bei generalisierter Hyperhidrosis zu sein.
Sie können gerne Ihre e-mail hier einstellen--ich melde mich dann bei Ihnen.

Viele Grüße

Wolfgang

Kommentar vonGünther

Das bestätigt auch nur meine Erfahrung mit Dr. Schick. Risiken werden runtergespielt, über Alternativen nicht aufgeklärt und nach der OP ist er nicht mehr erreichbar. Schade das die Medien ihm hier so eine Plattform bieten. Vielen geht es nach der OP deutlich schlechter als vorher. Bin durch das CS heute deutlich schlechter dran als vorher.