1. Funktion des Schwitzens

Leseprobe

Unsere Schweißdrüsen produzieren unter Normalbedingungen etwa 1 Liter ihres salzigen Sekrets pro Tag. Bei intensiver Arbeits­leistung und außergewöhnlicher Belastung ist unser Körper sogar in der Lage, bis zu 5 Liter Schweißflüssigkeit in der Stunde über die Haut auszuscheiden.

Verantwortlich hierfür sind die durch­schnitt­lich zwei bis vier Millionen überwiegend ekkrinen Schweißdrüsen, die sich in unter­schiedlicher Dichte auf der menschlichen Haut­oberfläche befinden. Die Akti­vität dieser Drüsen ist ein aus biomedizinischer Sicht lebens­not­wen­diger Vorgang, der für die Gesundheit des Men­schen uner­läss­lich ist und zu dessen Wohlbefinden wesentlich beiträgt. Durch den Pro­zess der regulierten Schweißsekretion wird der menschliche Orga­nis­mus gewissermaßen vor einer lebensbe­drohlichen Über­hitzung geschützt.

Bewegt sich unsere Körpertemperatur noch innerhalb eines physio­logischen Normbereiches, bleibt der Sekretionsmecha­nismus zu­nächst weitgehend inaktiv. Erst wenn die Temperaturtoleranz durch äußere Wärmeeinflüsse oder infolge physischer oder psychischer Anspannung durchbrochen wird, greifen die Schweißdrüsen thermo­regulierend ein. Durch die Verdunstung des Schweißes auf der Hautoberfläche entsteht Kälte, die den Organismus auf diese Weise vor einem gefährlichen Hitzestau schützt.

Grundsätzlich schwitzt jeder Mensch, wobei Umfang und Intensität der Transpiration von einer Vielzahl interner und externer Faktoren gesteuert werden.

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